Funke-Gruppe baut Zentralredaktion in Berlin auf

Wie die FAZ bereits Ende Januar meldete beginnt in dieser Woche der Aufbau der neuen Zentralredaktion der Funke-Gruppe in Berlin. Bis zum 30.04. soll sie komplett die überregionale Berichterstattung von Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt übernehmen, die zur Zeit noch von der Welt kommt, im Folgenden sollen auch die anderen Funke-Zeitungen dazukommen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Westfalenpost, Westfälische Rundschau, Iserlohner Kreisanzeiger, Braunschweiger Zeitung, Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung und Thüringische Landeszeitung. Was das für das bisherige WAZ-Content-Desk in Essen bedeutet bleibt abzuwarten, fest steht nach FAZ-Informationen aber, dass bei den betroffenen Zeitungen Stellen abgebaut werden.

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Hanauer Anzeiger zukünftig ohne eigene Mantelredaktion

Wie Newsroom berichtet wird jetzt auch beim Hanauer Anzeiger, der ältesten noch existierenden deutsche Tageszeitung mit Vollredaktion, eben diese eingespart. Bereits in den nächsten Monaten wird alles Überregionale von der Offenbach Post kommen, selbst erstellt werden dann nur noch die Lokalnachrichten.

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Luxemburger Wort übernimmt Inhalte von der NZZ

Das Luxemburger Wort, die größte Zeitung Luxemburgs, übernimmt zukünftig Inhalte der schweizer NZZ ins eigene Blatt, wie Chefredakteur Siweck auf Wort.lu bekanntgibt. Verklausuliert steht dort auch die Begründung: Artikel zu kaufen ist im hochqualitativen Segment billiger als sie selbst zu erstellen.

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Leseempfehlung: Roboter verändern den Journalismus

Golem.de befasst sich mit einem der revolutionärsten Trends in der Geschichte des Journalismus: den “Softbots”, Computerprogrammen die selbstständig und ohne menschliche Mithilfe in der Lage sind Artikel zu schreiben oder zu aktualisieren. Noch findet man sie ausschließlich Online, etwa auf den Seiten von Forbes oder der Berliner Morgenpost, aber bei einfachen Nachrichtenformaten wie Wettervorschau, Aktienkursen oder Sportergebnissen wären sie bereits jetzt in gedruckten Zeitungen einsetzbar.

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Münstersche Zeitung erscheint zukünftig ohne eigene Redaktion

Eine weitere “Zombie-Zeitung” entsteht. Wie Newsroom meldet wird die Münstersche Zeitung ab diesem Monat ohne eigene Redaktion erstellt werden: der Mantel kommt (wie bisher) von den Ruhr Nachrichten, der Lokalteil vom Konkurrenten Westfälische Nachrichten, die ebenfalls zur Unternehmensgruppe Aschendorff gehören.

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Leseempfehlung: Talfahrt auf dem eigenen Schlitten

Eine Nebenerscheinung der Zeitungskrise sind die Zahlreichen Analysen und Studien die sich mit diesem Thema befassen. Da sie in ihren Ergebnissen zum Teil deutlich von einander abweichen tut die Wochenzeitung Kontext einen sinnvollen Schritt – sie fasst die Ergebnisse mehrerer Studien zusammen, vergleicht sie und setzt sie in Bezug zuenander.

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Abwärts seit 1940!

Die FAZ hat eine lange Analyse der Zeitungskrise veröffentlicht. Für Kenner der Materie findet sich hier Vieles was bereits bekannt ist, aber dazwischen auch etwas Überraschendes: eine auf einer Studie der Friedrich Ebert-Stiftung beruhende kleine Grafik (irritierenderweise ohne wirklichen Bezug zum Text) zeigt entlang eines Zeitstrahls wie viele Stunden pro Woche die Mediennutzer in den Konsum der verschiedenen Medientypen (Print, Rundfunk, etc.) investieren. Das Ergebnis – mit knapp zehn Stunden Nutzungsdauer pro Woche erreichten die Tageszeitungen ihren Höhepunkt um 1940. Seitdem, also seit über 70 Jahren, sinkt dieser Wert ununterbrochen. Erklärbar ist diese Entwicklung durch die Wandlung des Fernsehens zum Massenmedium seit den 40er und 50er Jahren, sie zeigt aber auch einmal mehr auf, dass die Probleme der Zeitungsbranche wesentlich tiefgreifender sind als die meisten Verleger es eingestehen möchten.

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