Das Verbreitungsgebiet der Allgemeinen Zeitung schrumpft

Newsroom berichtet, dass die Allgemeine Zeitung aus Mainz zwei Lokalredaktionen schließt. Aus Kirn und Bad Sobernheim wird es zukünftig keine Berichterstattung mehr geben. Diese Nachricht ergibt einen weiteren Sinn wenn man Folgendes bedenkt: Kirn und Bad Sobernheim sind auch zukünftig nicht ohne Lokalberichterstattung, da die Rhein-Zeitung, der bisherige Konkurrent der Allemeinen Zeitung, weiter von dort berichten wird. Und eben diese Rhein-Zeitung hat sich im Dezember aus Mainz, dem Kerngebiet der Allgemeinen Zeitung, verabschiedet. Mit anderen Worten: Die Verlagsgruppe Rhein Main und der Mittelrhein-Verlag begradigen zur Zeit die Grenze ihrer Verbreitungsgebiete.

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Aus für den Vlothoer Anzeiger

“Keine wirtschaftliche Perspektive” heisst es in einer Meldung des Verlag J.C.C. Bruns, in der das Aus für den Vlothoer Anzeiger verkündet wird. Nachdem dieser in den letzten seiner 108 Jahre nacheinander als Wochenzeitung, Tageszeitung und Gratisblatt vertrieben wurde sind die Optionen wohl aufgebraucht.

R.I.P., Vlothoer Anzeiger

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Delmenhorster Kreisblatt wird zur Lokalausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung

Nach 182 Jahren ist es vorbei. Wie die Konkurrenz von der Nordwest-Zeitung berichtet wird das Delmenhorster Kreisblatt, eine der ältesten Zeitungen Deutschlands, von der Neuen Osnabrücker Zeitung übernommen. Der neue Besitzer liefert in Zukunft auch den Mantel, so dass die entsprechende Redaktion in Delmenhorst abgebaut werden kann. Vor Ort verbleibt damit nur das Lokale.

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Leseempfehlung: Höchstwert bei der Pressekonzentration

Noch nie war die Konzentration auf dem deutschen Zeitungsmarkt so hoch wie heute, berichtet der Medienforscher Horst Röper in den aktuellen Media Perspektiven. Die zehn größten Verlagshäuser machen mittlerweile 60 Prozent der Gesamtauflage unter sich aus. Die Folge (und/oder Ursache) dieser Konzentration sind Einsparungen und Zusammenlegungen im Bereich der Redaktionen – etwa 2000 von zwischenzeitlich 15.000 Redakteursstellen sind in den letzten 15 Jahren gestrichen worden.

Zu dem vollständigen Bericht (PDF) geht es hier.

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Die Münchner Abendzeitung wird zur Lokalausgabe des Straubinger Tagblatt

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet wird die insolvente Münchner Abendzeitung von der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung übernommen und weitergeführt werden. Von der münchner Redaktion verbleiben nur (maximal) 25 Mitarbeiter, die im wesentlichen den Lokalteil erstellen sollen. Der Mantel wird aus Niederbayern geliefert.

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Leseempfehlung: Die Abwärtsspirale ist programmiert

Sehr viel Meta: Marcel Weiss von Neunetz schreibt einen Artikel über einen Eintrag im Hausblog der Taz, in dem es um die wirtschaftliche Situation der überregionalen Zeitungen geht. Darin verweist er auf einen eigenen, etwas älteren Beitrag von sich in dem er sehr anschaulich die wirtschaftlichen Abhängigkeiten zwischen Produktionskosten, Auflagen und Werbeeinnahmen erläutert und auf die Abwärtsdynamik verweist die sich zur Zeit daraus ergibt.

Zu diesem Artikel geht es hier.

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Kahlschlag bei der Westdeutschen Zeitung

Was Newsroom berichtet dürfte eines der heftigsten Sparprogramme in den deutschen Zeitungen darstellen: die Westdeutsche Zeitung baut jede zweite Stelle ab, bezieht den Mantel zukünftig von der Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten und beliefert nur noch die Lokalausgaben in Düsseldorf, Krefeld, Burscheid und Wuppertal mit eigenen Inhalten, während die Artikel der anderen Lokalteile (u.a. Mettmann, Neuss, Mönchengladbach) zukünftig vom Konkurrenten Rheinische Post kommen.

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